Gestaltung & Texte
Speisekarte mit KI erstellen: So geht es

Am schnellsten entsteht eine Speisekarte mit KI, wenn Sie nicht bei null beginnen: Sie fügen Ihre vorhandene Karte als Text ein, lassen sie in Kategorien, Gerichte, Beschreibungen und Preise zerlegen und übernehmen das Ergebnis in den Editor. Danach hilft eine KI, Beschreibungen zu verbessern, die Karte zu übersetzen und Allergene vorzuschlagen; prüfen und entscheiden müssen Sie selbst.
Diese Anleitung führt in sechs Schritten durch den Ablauf, zeigt an einer Beispielkarte, was die Erkennung daraus macht, und endet mit einer Checkliste.
Was „mit KI“ hier bedeutet
Der Ablauf hat zwei Teile, die unterschiedlich arbeiten:
- Die Erkennung auf der Seite Speisekarte mit KI erstellen arbeitet mit festen Regeln, etwa für Preis-Muster und Überschriften. Sie läuft vollständig in Ihrem Browser; der eingefügte Text verlässt Ihr Gerät nicht.
- Die KI in Cortexion, der Plattform hinter diesem Werkzeug, hilft bei den Schritten danach: Texte verbessern, übersetzen und Allergene vorschlagen.
Die Trennung hat einen Vorteil: Preise und Gerichtsnamen werden nach nachvollziehbaren Regeln übernommen und nicht umformuliert. Die Arbeit an den Texten beginnt erst, wenn die Struktur steht und geprüft ist.
Schritt 1: Den vorhandenen Text sammeln
Geeignet ist jede Quelle, aus der Sie Text kopieren können: eine Word-Datei, eine E-Mail an die Druckerei, die alte Website oder eine PDF-Datei, in der sich der Text markieren lässt. Fotos einer gedruckten Karte lassen sich noch nicht einlesen; die Texterkennung aus Fotos ist ein Ausblick.
Je ordentlicher der Text, desto besser das Ergebnis. Drei Gewohnheiten helfen:
- Ein Gericht je Zeile, der Preis am Zeilenende.
- Kategorien als eigene Zeile, gern mit Doppelpunkt am Ende oder in Großbuchstaben.
- Beschreibungen nach einem Gedankenstrich in derselben Zeile oder direkt in der Zeile darunter.
Schritt 2: Text einfügen und erkennen lassen
Fügen Sie den Text auf der Seite Speisekarte mit KI erstellen in das Feld „Text Ihrer Speisekarte“ ein und wählen Sie „Karte erkennen“. Ein Beispiel mit bewusst uneinheitlicher Schreibweise:
Gasthaus am Markt Vorspeisen Tomatensuppe – mit Basilikum und Sahne 5,90 € Bruschetta (A) 6,50 € Hauptgerichte: Schnitzel Wiener Art mit Kartoffelsalat 16,90 € Gemüsecurry (vegan, scharf) 13,50 Getränke Apfelschorle 0,4 l 3,80 € Alle Preise inklusive Mehrwertsteuer
Mit dem Häkchen „Kürzel in Klammern … als Allergene und Zusatzstoffe übernehmen“ erkennt die Erkennung daraus Folgendes:
| Name des Lokals | Gasthaus am Markt |
|---|---|
| Kategorien | 3: Vorspeisen, Hauptgerichte, Getränke |
| Gerichte mit Preis | 5 von 5 |
| Beschreibungen | Tomatensuppe und Schnitzel Wiener Art |
| Allergene | Bruschetta: A |
| Kennzeichen | Gemüsecurry: vegan, scharf |
| Hinweis am Ende der Karte | Alle Preise inklusive Mehrwertsteuer |
Drei Details zeigen, wie die Regeln arbeiten: Die Zeile „Hauptgerichte:“ wird wegen des Doppelpunkts zur Kategorie. Beim Schnitzel stehen Name, Beschreibung und Preis auf drei Zeilen, trotzdem landet alles beim richtigen Gericht. Und „0,4 l“ bei der Apfelschorle bleibt als Größe beim Namen, statt als Preis gelesen zu werden.
Schritt 3: Die Vorschau prüfen
Die erkannte Karte erscheint in einer Vorschau, bevor etwas übernommen wird. Prüfen Sie dort vor allem:
- Preise: Stimmt jeder Betrag, und steht er beim richtigen Gericht?
- Kategorien: Ist eine Zeile fälschlich zur Kategorie geworden, etwa ein kurzer Gerichtsname ohne Preis?
- Beschreibungen: Gehört jeder Text zum Gericht darüber?
- Allergene: Übernommene Kürzel sind nur so richtig wie die alte Karte.
Stimmt etwas nicht, korrigieren Sie den eingefügten Text, etwa mit einem fehlenden Doppelpunkt oder einer Leerzeile, und lassen ihn erneut erkennen.
Schritt 4: In den Editor übernehmen
Mit „In den Editor übernehmen“ landet die Karte im Editor auf der Startseite. Die erkannte Karte ersetzt dabei Ihren bisherigen Entwurf; direkt nach der Übernahme holt „Rückgängig“ ihn zurück. Wer beide Fassungen behalten möchte, sichert den alten Entwurf vorher mit „Karte als Datei sichern“ und lädt ihn später über „Gesicherte Karte laden“.
Im Editor ergänzen Sie, was die Erkennung nicht wissen kann: fehlende Allergene, Zusatzstoffe und Kennzeichen wie „Empfehlung des Hauses“. Zum Vergleich: Eine Karte mit 40 Gerichten hat mit Name, Beschreibung und Preis 120 Felder. Nach der Übernahme füllen Sie diese nicht mehr einzeln aus, sondern prüfen sie nur noch.
Schritt 5: Texte mit KI verbessern
Steht die Struktur, hilft die KI in Cortexion bei den Texten. Hilfreich sind klare Arbeitsaufträge mit Grenzen, zum Beispiel:
- „Kürze jede Beschreibung auf höchstens zwölf Wörter. Zutaten und Zubereitung bleiben unverändert.“
- „Vereinheitliche die Beschreibungen: erst Hauptzutat, dann Zubereitung, dann Beilage, keine Ausrufezeichen.“
- „Übersetze die Karte ins Englische. Namen regionaler Spezialitäten bleiben im Original und erhalten eine kurze Erklärung.“
So kann ein gekürzter Text aussehen
Vorher, 19 Wörter: Schnitzel vom Schwein, paniert und in Butterschmalz goldbraun gebraten, dazu unser hausgemachter Kartoffelsalat mit Gurke, Zwiebeln und frischem Schnittlauch
Nachher, 11 Wörter: Vom Schwein, paniert, in Butterschmalz gebraten; Kartoffelsalat mit Gurke, Zwiebeln, Schnittlauch
Zutaten und Zubereitung sind dieselben. Entfallen sind der Gerichtsname, der ohnehin darüber steht, und Füllwörter wie „goldbraun“, „unser hausgemachter“ und „frischem“. Lesen Sie jedes Ergebnis gegen, denn eine KI kann Zutaten hinzudichten oder weglassen.
Allergene vorschlagen lassen
Die KI kann aus Namen und Beschreibung Vorschläge für die 14 Allergen-Gruppen ableiten, beim Schnitzel etwa glutenhaltiges Getreide und Eier aus der Panade. Was sie nicht sehen kann, steckt in Ihren Rezepturen: die Brühe mit Sellerie im Kartoffelsalat oder der Senf im Dressing. Verantwortlich für die Information über ein Lebensmittel ist der Lebensmittelunternehmer, also Ihr Betrieb. Prüfen Sie jeden Vorschlag an Rezeptur und Etiketten; wie das geht, zeigt der Beitrag 14 Allergene auf der Speisekarte.
Quelle: Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Artikel 8 Absatz 1, Stand: Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.
Schritt 6: Digitale Karte, QR-Code und Druck
Aus dem Editor erzeugen Sie die digitale Karte mit Link und QR-Code und die Druckansicht im Format DIN A4. Wie groß der Code gedruckt werden sollte, erklärt der Beitrag QR-Code für die Speisekarte. Eine übersetzte Fassung legen Sie als zweite Karte an und sichern beide als Datei; jede Sprache erhält so ihren eigenen Link und Code.
Grenzen und typische Fehler
- Mehrere Größen in einer Zeile: Stehen zwei Größen mit zwei Preisen in einer Zeile, landen sie gemeinsam im Preisfeld. Prüfen Sie, ob die Angabe für Gäste verständlich bleibt.
- Kurze Zeilen ohne Preis: Ein kurzer Gerichtsname ohne Preis nach einer Leerzeile kann als Kategorie gelesen werden. Ergänzen Sie den Preis oder entfernen Sie die Leerzeile.
- Tabellen aus Word: Beim Kopieren werden Spalten zu Tabulatoren oder Zeilenumbrüchen. Kontrollieren Sie danach, ob Name und Preis noch in einer Zeile stehen.
- Gescannte Dateien: In eingescannten PDF-Dateien ist der Text ein Bild und lässt sich nicht kopieren.
- KI-Texte: Eine KI kann Zutaten erfinden, Mengen ändern oder Fachbegriffe falsch übersetzen. Was auf die Karte kommt, entscheiden Sie.
Checkliste für die Übernahme mit KI
- Der Text stammt aus der aktuellen Karte, nicht aus einer alten Fassung.
- Jedes Gericht steht in einer eigenen Zeile, der Preis am Zeilenende.
- In der Vorschau stimmen alle Preise und Kategorien.
- Der bisherige Entwurf ist als Datei gesichert, bevor die neue Karte ihn ersetzt.
- Allergene, Zusatzstoffe und Kennzeichen sind im Editor ergänzt und an den Rezepturen geprüft.
- KI-Texte sind gegengelesen: keine neuen Zutaten, keine geänderten Mengen.
- Übersetzungen hat jemand mit Sprachkenntnis geprüft.
- Digitale Karte, QR-Code und Druckansicht zeigen denselben Stand.
Häufige Fragen
Ist die Erkennung auf der Seite „Speisekarte mit KI erstellen“ selbst eine KI?
Nein. Sie arbeitet mit festen Regeln für Preise, Überschriften und Beschreibungen und läuft vollständig in Ihrem Browser. KI-Funktionen wie Texte verbessern, übersetzen oder Allergene vorschlagen bietet Cortexion.
Wird mein Text an einen Server oder eine KI geschickt?
Bei der Erkennung nicht: Der eingefügte Text verlässt Ihr Gerät nicht. Erst wenn Sie Texte in Cortexion bearbeiten lassen, verarbeitet die Plattform sie. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Kann ich eine Speisekarte aus einem Foto erstellen?
Noch nicht. Die Texterkennung aus Fotos ist ein Ausblick. Aus den meisten PDF-Dateien können Sie den Text markieren, kopieren und einfügen.
Was muss ich nach der Übernahme noch tun?
Prüfen Sie Preise und Kategorien, ergänzen Sie im Editor Allergene, Zusatzstoffe und Kennzeichen und erzeugen Sie dann digitale Karte, QR-Code und Druckansicht.
Darf eine KI die Allergene meiner Karte festlegen?
Sie darf Vorschläge machen. Verantwortlich für die Angaben bleibt Ihr Betrieb; maßgeblich sind Ihre Rezepturen und die Angaben Ihrer Lieferanten. Wie Sie Gericht für Gericht kennzeichnen, erklärt der Beitrag 14 Allergene auf der Speisekarte.


