Digital & QR-Code

QR-Code für die Speisekarte

Gedeckter Marmortisch in einem Bistro bei Kerzenlicht, zwischen Teller, Windlicht und Weinglas steht ein kleiner Aufsteller mit QR-Code

Ein QR-Code auf der Speisekarte liest sich zuverlässig, wenn er groß genug, kontrastreich gedruckt und vor der Auflage getestet wurde. Wie groß „groß genug“ ist, hängt davon ab, wie viel Inhalt der Code trägt und aus welcher Entfernung Gäste ihn lesen.

Dieser Beitrag erklärt, was im Code steckt, rechnet die Mindestgröße an Beispielen nach, zeigt gute Plätze im Lokal und endet mit einer Checkliste für den Druck.

Was im QR-Code steckt

Ein QR-Code ist eine Adresse in Bildform. Er besteht aus kleinen Quadraten, den Modulen. Die kleinste Version misst 21 × 21 Module, jede weitere Version vier Module mehr je Seite, bis 177 × 177 Module bei Version 40. Je mehr Zeichen die Adresse hat, desto höher die Version und desto feiner das Raster.

Beim Speisekarten-Werkzeug steckt die komplette Karte im Link: Gerichte, Preise, Allergene und Beschreibungen. Je mehr davon, desto mehr Daten muss der Code tragen. Kurze Beschreibungen und nur die Gerichte, die Sie tatsächlich anbieten, halten den Code übersichtlich. Passt eine Karte nicht mehr in einen einzelnen Code, weist das Werkzeug darauf hin und lässt Sie den Link weiterhin teilen.

Fehlerkorrektur kurz erklärt

QR-Codes enthalten zusätzliche Daten, mit denen ein Smartphone beschädigte Stellen rekonstruieren kann. Die Norm ISO/IEC 18004 kennt vier Stufen: L stellt rund 7 Prozent der Daten wieder her, M rund 15, Q rund 25 und H rund 30 Prozent. Mehr Fehlerkorrektur macht den Code robuster gegen Flecken und Kratzer, aber auch dichter.

Das Werkzeug verwendet für Links bis 600 Zeichen bevorzugt die Stufe M und für längere Links die Stufe L, damit auch umfangreiche Karten in einen Code passen. Ein Logo in der Mitte überdeckt Module und verbraucht einen Teil dieser Reserve. Verzichten Sie bei dichten Codes darauf.

Wie groß der Code sein muss

Je kleiner die Module gedruckt werden, desto näher muss das Smartphone an den Code. Das Werkzeug nennt deshalb unter jedem erzeugten Code einen Richtwert für die Mindestkantenlänge. Es rechnet mit 0,4 Millimetern je Modul, zählt die Ruhezone von vier Modulen auf jeder Seite dazu und rundet auf ganze Zentimeter auf, mindestens auf 3 Zentimeter:

Kantenlänge in cm = (Module je Seite + 8) × 0,04, aufgerundet, mindestens 3

Drei Codes im Vergleich, nachgerechnet mit dem Werkzeug

  • Feste Adresse mit 40 Zeichen: 29 × 29 Module, (29 + 8) × 0,04 = 1,483 cm
  • Link mit 300 Zeichen: 69 × 69 Module, (69 + 8) × 0,04 = 3,084 cm
  • Beispielkarte des Werkzeugs mit fünf Gerichten, Link mit 573 Zeichen: 93 × 93 Module, (93 + 8) × 0,04 = 4,045 cm

Der Vergleich zeigt, warum eine feste Adresse hilft: Sie hält den Code klein, gleich wie lang die Karte ist. Steckt die Karte selbst im Link, wächst der Code mit jedem Gericht und jeder Beschreibung, bis die Karte nicht mehr in einen einzelnen Code passt.

Der Richtwert gilt für den Abstand, aus dem Gäste am Tisch lesen. Für größere Entfernungen hilft eine verbreitete Faustregel aus der Druckpraxis: Die Kantenlänge sollte etwa ein Zehntel des Leseabstands betragen. Ein Aufsteller, den Gäste aus 40 Zentimetern scannen, braucht also rund 4 Zentimeter, ein Aushang im Fenster, den Passanten aus einem Meter scannen, rund 10 Zentimeter. Maßgeblich ist jeweils der größere der beiden Werte.

Wo der Code im Lokal hingehört

  • Tischaufsteller: gut sichtbar, nicht hinter Gläsern, Kerzen oder Menagen versteckt.
  • Gedruckte Karte: auf Titel- oder Rückseite, damit Gäste die Karte auf ihrem Gerät vergrößern oder Allergene nachlesen können.
  • Eingang und Fenster: neben dem Preisaushang, deutlich größer gedruckt als am Tisch.
  • Außer Haus: auf Flyern, Abholtüten und am Tresen, damit Gäste beim nächsten Mal vorab bestellen können.

Schreiben Sie neben jeden Code, was er öffnet, etwa „Speisekarte mit Allergenen: Code mit der Kamera scannen“. So wissen Gäste, was sie erwartet, bevor sie das Smartphone zücken.

Kontrast und Material

  • Dunkel auf hell: Schwarz auf Weiß liest jedes Smartphone am sichersten. Helle Quadrate auf dunklem Grund oder Farbverläufe über dem Code erschweren das Lesen.
  • Ruhezone frei lassen: Um den Code herum bleibt ein weißer Rand frei, den das Werkzeug bereits mitliefert. Schneiden Sie ihn nicht ab und drucken Sie keine Texte oder Linien hinein.
  • Matte Oberflächen: Glänzende Laminierung spiegelt bei Kerzen- oder Spotlicht. Matte Folie oder mattes Papier verhindern Reflexe.
  • Ebene Fläche: Ein Code auf einer stark gewölbten Flasche oder einem geknickten Flyer verzerrt sich.

SVG oder PNG herunterladen?

Das Werkzeug bietet beide Formate. Die SVG-Datei ist eine Vektorgrafik, bleibt in jeder Größe scharf und ist die richtige Wahl für Druckereien und Aufsteller. Die PNG-Datei genügt, wenn Sie den Code in ein Textdokument oder eine Vorlage einfügen. Skalieren Sie ein PNG nicht größer, als es geliefert wird, sonst werden die Kanten unscharf. Nennen Sie der Druckerei die Kantenlänge in Zentimetern, die das Werkzeug als Richtwert angibt, statt den Code „möglichst groß“ zu bestellen.

Vor der Auflage testen

  1. Drucken Sie den Code in der geplanten Größe auf dem geplanten Material, nicht nur auf Normalpapier.
  2. Lesen Sie ihn mit mindestens zwei verschiedenen Smartphones, zum Beispiel einem iPhone und einem Android-Gerät.
  3. Testen Sie bei dem Licht, das am Tisch herrscht, und aus der Entfernung, in der Gäste sitzen.
  4. Prüfen Sie nach dem Scan die geöffnete Karte: Stimmen Preise, Allergene und Hinweise?
  5. Bitten Sie eine Person, die die Karte nicht kennt, den Code zu scannen. So sehen Sie, ob der Hinweistext daneben verständlich ist.

Wiederholen Sie den Test, wenn Sie Material, Größe oder Druckerei wechseln. Ein Code, der auf mattem Papier zuverlässig funktioniert, kann auf glänzender Folie oder in kleinerer Größe versagen.

Was bei Änderungen passiert

Weil die Karte im Link steckt, ändert sich der Code mit jedem geänderten Gericht oder Preis. Bereits gedruckte Codes zeigen weiter die alte Fassung. Planen Sie Preisänderungen deshalb zusammen mit neuen Aufstellern. Soll ein einmal gedruckter Code dauerhaft gelten, braucht die Karte eine feste Adresse, etwa auf einer eigenen Restaurant-Website.

Karte, QR-Code und Druckansicht entstehen aus denselben Eingaben. Wann sich welche Form lohnt, vergleicht der Beitrag Digitale oder gedruckte Speisekarte?

Was der Code über Gäste verrät

Der Code des Werkzeugs enthält nur die Karte selbst, keine Kennung des Gastes. Wer ihn scannt, ruft die Kartenseite auf diesem Server auf. Wie bei jeder Website kann die Adresse dabei in den Protokolldateien des Servers erscheinen; die Karten werden aber nicht in einer Datenbank abgelegt. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Checkliste für den Druck

  • Der Code ist mindestens so groß, wie das Werkzeug angibt, und passt zum Leseabstand.
  • Die Ruhezone rund um den Code ist frei.
  • Dunkle Module auf hellem Grund, ohne Bild oder Verlauf dahinter.
  • Matte Oberfläche auf einer ebenen Fläche.
  • Neben dem Code steht, was er öffnet.
  • Für Druckerei und Aufsteller ist die SVG-Datei verwendet.
  • Getestet mit zwei Smartphones, im Licht am Tisch und aus Sitzentfernung.
  • Die geöffnete Karte zeigt aktuelle Preise und Allergene.
  • Für häufige Änderungen zeigt der Code auf eine feste Adresse.

Häufige Fragen

Wie groß muss ein QR-Code auf der Speisekarte mindestens sein?

Für das Lesen am Tisch nennt das Werkzeug unter jedem Code einen Richtwert, je nach Dichte des Codes mindestens 3 Zentimeter Kantenlänge. Für größere Entfernungen gilt als Faustregel: etwa ein Zehntel des Leseabstands.

Warum lässt sich mein QR-Code nicht lesen?

Häufige Ursachen sind ein zu kleiner Druck, eine abgeschnittene Ruhezone, Spiegelungen auf glänzender Folie, zu wenig Kontrast oder eine gewölbte Fläche. Drucken Sie einen Test in Originalgröße auf dem geplanten Material und lesen Sie ihn mit zwei verschiedenen Smartphones.

Darf der QR-Code farbig sein?

Ja, solange die Module deutlich dunkler sind als der Hintergrund. Helle Module auf dunklem Grund lesen nicht alle Geräte zuverlässig. Testen Sie jede Farbvariante, bevor Sie die ganze Auflage drucken.

Muss ich den Code neu drucken, wenn sich ein Preis ändert?

Beim Werkzeug ja, weil die Karte im Link steckt und sich der Code mit jeder Änderung ändert. Ein Code, der auf eine feste Adresse zeigt, etwa auf die Speisekarte einer Restaurant-Website, bleibt dagegen gültig.

Ersetzt der QR-Code die gedruckte Karte?

Nicht vollständig. Die Preisangabenverordnung verlangt unter anderem ein Preisverzeichnis neben dem Eingang, und nicht jeder Gast nutzt am Tisch ein Smartphone. Mehr dazu im Beitrag Digitale oder gedruckte Speisekarte?

  • Runder Bistrotisch am Abend mit einer gedruckten Speisekarte, daneben ein Smartphone mit geöffneter digitaler Karte, ein Blumenglas und ein Windlicht

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